Das englische Crowd heißt zu Deutsch Gedränge, Masse oder Menge. Der Begriff Crowdfunding wird umgangssprachlich mit Schwarmfinanzierung übersetzt. Das ist eine Fremdfinanzierung einzelner Projekte. In der Regel wird ein Projekt, also eine Maßnahme von einem oder von mehreren gewerblichen Kreditinstituten fremdfinanziert. Das ist eine Filialbank oder Sparkasse, eine Onlinebank oder eine Direktbank. Beim Crowdfunding wird auf einer Internetplattform im wahrsten Sinne des Wortes Geld eingesammelt. Geldgeber sind meistens Privatpersonen.

Das betreffende Projekt, beispielsweise aus den Bereichen Kunst oder Kultur, wird präsentiert, vorgestellt und beschrieben. Interessenten und Befürworter beteiligen sich an der Finanzierung. Das sind fast ausnahmslos Internetnutzer. Sie bilden in ihrer Gesamtheit die Menge an Finanziers, sie sind die buchstäbliche Crowd. Heutzutage gibt es sowohl nationale als auch internationale Crowdfunding-Plattformen. Zu den bekannten unter ihnen gehören VisionBakery, Startnext oder Inkubato.

Diese Internetplattformen sind nach Kategorien und Themen gegliedert. Vergleichbar mit der Kurzfassung des Businessplans eines Existenzgründers wird jedes einzelne Projekt vorgestellt. Die Projektrealisierung selbst wird beim Crowdfunding als Aktion bezeichnet. Aus der Präsentation ist ersichtlich, welche Rechte die Geldgeber für ihre Einlage, für ihre Zahlung, erhalten. Die Innovation, also die Projektidee wird durch die Geldgeber, also die Crowd, finanziert.

Wer sich am Crowdfunding beteiligt, der ist in aller Regel projektaffin. Vielfach steht das ideelle Ziel im Vordergrund, durch einen überschaubaren eigenen finanziellen Beitrag an der Projektrealisierung mitzuwirken. Mit der Verbreitung des Crowdfunding gründen sich zunehmend auch örtliche oder regionale Plattformen. Auf denen können ortsansässige Startups ihre Projekte vorstellen und finanziert bekommen. Das System ist überall dasselbe. Die breite und anonyme Masse an Internetnutzern beteiligt sich, beispielsweise aus sozialen Gesichtspunkten, mit einem geringen finanziellen Beitrag an der Projektfinanzierung. Je professioneller und transparenter das Projektmanagement arbeitet, umso erfolgreicher ist auch das Crowdfunding. Die Zahl der Projekte steigt und in der Folge daraus auch der Bekanntheitsgrad einer Crowdfunding-Plattform.